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 Jayce und Ally

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Ken Mitglied
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Do Nov 06, 2014 11:09 pm

Ich blieb noch einige Minuten bei Uriah, Zeke und Nici, ehe ich mich wieder zu Ally und Alessandro umblickte. Ally hatte mitbekommen, dass ich wieder da war, da war ich mir mehr als sicher, aber anscheinend hatten die beiden doch noch was zu bereden, wobei ich sie eigentlich nicht stören wollte.
Als ich aber nun die beiden wieder ansah, musste ich schlucken. Ally umklammerte Alessandro förmlich und hatte ihr hübsches Gesicht in Alessandros Hemd vergraben.
Erst bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass Ally Tränen vergossen hatte.
Ich war mir unsicher, was ich tun sollte, immerhin wollte ich die beiden nicht stören, aber der Gedanke, dass es Ally nicht gut ging, brachte mich um.
"Entschuldigt mich", sagte ich dann leise und spürte, wie Nicis Hand flüchtig meinen Arm streifte, ehe ich um umdrehte und meine Schritte mich langsam zu den Zwillingen führte.
Ich blickte Alessandro unsicher an, dann wanderte mein Blick zu Ally und ich biss mir auf meine Lippe.
"Ally", flüsterte ich leise, jedoch laut genug, dass sie es hörte. Ich war unsicher, schließlich wusste ich nicht, was los war, aber ich wollte, dass sie wusste, dass sie ihre Tränen nicht vor mir verstecken musste und auch nicht sollte. Meine Hand strich sanft über ihre Schulter und ihren Rücken.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Fr Nov 07, 2014 3:49 pm

Ich spürte, wie Jayce langsam zu uns kam und unsicher neben uns stand. Er sagte meinen Spitznamen, doch ich konnte darauf nicht antworten. Meine Stimme war zu schwach dafür, ich hätte eh nur ein Kratzen herausgebracht.
"Ally, ich hab vorhin mit dem Personal gesprochen. Sie meinten, wenn es so schwer für dich werden würde, sollte ich dir ein Beruhigungsmittel verabreichen. Willst du das?", Alessandro sprach wieder und ich sah zum ersten Mal wieder auf. Meine Augen brannten, noch immer liefen mir Tränen über die Wangen und ich fühlte mich schwach. Ich nahm meine ganze Stimme zusammen um ihm zu antworten. "Bitte. Wenn ich die Augen schließe, weißt du...ich kann zwar schlafen aber ich glaube, dass ich Angst davor habe. Angst etwas zu sehen wofür ich nicht bereit bin, etwas dunkles...", murmelte ich leise. Alessandro holte eine Spritze aus seiner Tasche und schob mir den Pulloverärmel hinauf. "Wie meinst du das?", fragte er mich und ich spürte die kalte Nadel an meiner Haut. Er injizierte mir das Zeug noch nicht, er wollte unbedingt eine Antwort. Man erkannte etwas nervöses an seinem Blick. "Ich glaube, dass ich Sachen sehe die passieren könnten. Sie sind noch harmlos und bis eben konnte ich sie nicht einschätzen. Es beläuft sich auf einfache Streits, vielleicht sind sie doch nicht so einfach. Ich hab in meinen Träumen nicht besonders darauf geachtet.", flüsterte ich und sah kurz zu Jayce. Dann nahm ich Alessandros Hand in meine und drückte die Nadel somit in meine Haut. Ich injizierte mir das Zeug eigenständig. "Pass auf Jayce auf, ihm darf nichts passieren.", meine Stimme wurde wieder schwächer und ich gähnte, dann fiel ich in die Arme von Alessandro und schlief ein.

Ich wachte in einem hellem Zimmer auf, die Wände waren hoch und mit alten Ornamenten versehen. Müde rieb ich mir die Augen und schwang die Beine aus dem Bett. "Du bist ja wach, Schlafmütze." Chris stand an der Tür, ich erkannte ihn. Meinen guten Freund Chris. Er wirkte älter, reifer und von der Zeit gezeichnet.
Erst jetzt bemerkte ich, dass ich sogar mich sah. Ich sah mir selbst zu, wie ich Chris anlächelte und wie ich vorsichtig durch mein Haar strich. Was hatte das alles zu bedeuten?
"Warst du die ganze Nacht wach?", fragte mein anderes ich ihn. "Ich musste und das weißt du, Ally.", seine Stimme wurde ernst und auch meine Laune veränderte sich. "Sag nicht...", ich sprang aus meinem Bett auf und packte Chris an seinen breiten Schultern. Ich stieß ihn voller Entsetzen an die Wand und schüttelte den Kopf. "Ich musste es Jayce sagen und auch den Anderen. Wir haben dich überall gesucht...nur noch Jayce, Alessandro und ich suchen aktiv nach dir. Ich kann ihm diese Information nicht verwehren.", er erwiderte meinen Blick und deutete auf Schrank. "Zieh dir was gescheites an, du warst gestern ganz schön fertig." Chris ging aus dem Zimmer und ich sah dabei zu, wie ich das tat was er sagte. Welches Jahr hatten wir gerade? Ich würde auf drei bis vier Jahre später schätzen, doch ich war mir dabei nicht sicher.
Ich ging die Treppe hinunter, als ich fertig war mit anziehen. Chris stand in der Küche und hatte Pfannkuchen gemacht. "Wann wird Jayce da sein?", fragte ich Chris und setzte mich an die Theke. Ich beobachtete ihn beim Braten und legte den Kopf leicht schief. "Er wird den nächsten Flug nehmen, aber das wird noch ein paar Stunden dauern. Wir befinden uns hier schließlich in West Vancouver, sehr schlau nach Kanada zu gehen. Niemand hätte die in British Columbia erwartet.", meinte Chris und stapelte die Pfannkuchen geschickt auf einen Teller. "Wir haben dich in den Staaten erwartet, niemand hat in Kanada gesucht. Obwohl, Nici hat noch die Städte in Europa überprüft wo du mit Jayce hinwolltest." Chris drapierte die Pfannkuchen vor mir auf die Theke und holte drei Teller heraus. "Kleiner! Das Frühstück ist fertig!", rief Chris und stellte Sirup auf die Theke.
Ich hörte von hinten tapsende Schritte und drehte mich um. Ein Junge mit verwuschelten blonden Haaren kam hinein, er trug einen karierten Schlafanzug. Er war vielleicht zwei Jahre alt, nicht älter. Ich hob ihn hoch und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn, dann setzte ich ihn auf einem Stuhl ab. Chris reichte dem Jungen einen Teller mit einem Pfannkuchen und ließ ihn einfach machen. Doch ich wusste, dass er den Jungen genau beobachtete. "Jayce darf ihn nicht kennenlernen, die Ken werden ihn finden und das nur, weil ihr mich wie Verrückte gesucht habt. Er muss in Sicherheit bleiben, ich kann nicht zu Jayce zurück. Nie mehr...", meine Stimme klang ernst, doch als ich zu dem Jungen sah, lächelte ich und er schenkte mir ebenfalls ein süßes kleines Grinsen. "Aber Ally, du liebst ihn doch noch immer. Wieso zeigst du dich ihm nicht?", Chris blickte mich verwirrt an, während ich mir ebenfalls einen Pfannkuchen nahm. "Verpflichtungen, ich tue das was am Besten für uns alle ist. Auch wenn ich daran kaputt gehe..." ich zuckte mit den Schultern und biss von dem Pfannkuchen ab. "Es wäre zu riskant, dass Jayce ihn treffen würde. Besonders, weil er nichts von ihm weiß. Und ich kann nicht allein Jayce treffen, er wird mich zwingen zurückzukommen. Ich kann ihm nicht mehr in die Augen sehen...", meine Stimme wurde leiser während ich sprach und ich senkte den Blick. Doch Chris legte seine Hand an mein Kinn und drückte meinen Kopf leicht wieder hoch. "Und du denkst, dass Jayce kein Recht hat ihn kennenzulernen?", Chris sah mich fassungslos an. "Doch, aber damit bringt er ihn in Gefahr und das lasse ich nicht zu. Er ist zu klein, er kann sich nicht wehren und ich habe bisher immer auf ihn aufgepasst. Es ist besser, dass Jayce nichts von seiner Existenz weiß..."
Dann blickte ich wieder zu dem Jungen, er sah wirklich zuckersüß aus. Doch ich wurde aus dem ganzen Traum nicht schlau. Ich war abgehauen und dieses Kind...ich hatte es versteckt vor allen, aus Angst vielleicht? "Schatz, komm wir machen dich fertig.", sagte ich liebevoll zu dem Kind und hob es wieder von seinem Stuhl. Er lief aus der Küche und ich ging hinter ihm her. Auch Chris folgte uns.
An der Treppe hob ich den Jungen hoch und trug ihn in sein Zimmer. Es war blau, obwohl ich die Farbe hasste. Aber es war süß eingerichtet, ein schönes Kinderzimmer. Das was sich jedes Kind wohl wünschte, voller Liebe und Spielzeug.
Ich setzte das Kind ab und ging zu seinem Kleiderschrank, ich kramte eine Jeans, ein kleines Hemd und einen Pullover heraus. "Die kleine, blonde Version von Jayce.", murmelte Chris während ich den Jungen anzog.
"Was ist dein Plan, Ally?", fragte mich Chris und fuhr sich durch sein Haar. "Abhauen bevor Jayce hier ist. Und ich schwöre dir, wenn du ihm nur ein Wort von diesem Kind erzählst, dann werde ich dir das nie verzeihen."


Als ich aus meinen Träumen erwachte, war es Nacht. Draußen war es dunkel und ich lag in einem Bett, doch durch die Dunkelheit konnte ich nicht genau sagen wo ich war. Meine Muskeln taten weh, ich fühlte mich so als ob ich Tage nicht wach gewesen war. Der Traum hatte mich verwirrt, doch so etwas würde sicher nie die Wahrheit werden. Würde ich für ein Kind Jayce für immer verlassen? Nein. Und wieso sollte es überhaupt ein Kind geben? Ich konnte nicht in die Zukunft blicken, doch mit so viel Unglück wie wir bisher hatten, konnte sogar so etwas Realität werden. "Hallo?", fragte ich mit heiserer Stimme.
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Ken Mitglied
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Sa Nov 08, 2014 10:49 pm

Ich zog meine Hand zurück. Sie wollte mich nicht sehen. Das musste ich akzeptieren. Alessandro würde sich jetzt um sie kümmern. Ich biss mir auf die Lippe und drehte mich weg, als Alessandro die Spitze der Spritze in Allys Arm steckte. Ich brauchte Luft und das dringend.
Ich ging hinaus auf den Flur, hinter mir bekam ich mit, wie Ally in Alessandros Arme sank.
Die Tür fiel hinter mir zu und ich ging geradewegs weiter und öffnete die Tür nach draußen. Unverzüglich spürte ich den kalten Wind in meinem Gesicht. Schneeflocken schwebten hinunter und sammelten sich auf dem Boden zu frischem Pulverschnee. In meinem Kopf hämmerte es und in meinem Hals hatte sich ein dicker Kloß gebildet. War ich tatsächlich so blind gewesen? Ich hatte nur an mich gedacht und nicht an Ally. Natürlich fiel ihr das alles schwer und es war viel zu viel für sie. Die gesamten Informationen mussten sie vollkommen überfordern. Aber sie wollte auch keine Schwäche vor mir zeigen. Hatte sie vergessen, dass wir ehrlich zueinander sein konnten?
Ich lief im Schnee auf und ab. Das Mittel, das Alessandro Ally gegeben hatte, würde ziemlich lange wirken. Je nach Dosis würde sie 2 bis 4 Tage schlafen.
Ich musste in der Zeit etwas tun, ich konnte nicht einfach dasitzen und warten.

Ally schlief ganze drei Tage. Ihre Vitalwerte waren in Ordnung, weswegen wir auch nichts gegen das Beruhigungsmittel gaben. Sie würde Zeit brauchen.
Ich nutzte die Zeit derweil mir ein kleines eigenes Labor zu bauen um dort an dem Vergessensserum zu forschen. Irgendwie musste man es doch aufheben können.
Zudem hatte ich mit Ryan telefoniert, der am darauf folgenden Tag mit einigen Leuten Allys und meine gesamte Einrichtung in das kleine Haus gebracht hatte.
Ich hatte es eingerichtet, an einigen Stellen noch ein bisschen nachgebessert.
Am dritten Tag waren Zeke und ich bei den Candor. Alessandro wollte bei Ally bleiben, falls sie aufwachte. Zeke und ich trafen uns noch einmal mit den Altruan und unterzeichneten die Verträge und die neuen Gesetze.
Am Abend des dritten Tages war ich wieder am forschen, als ich Allys heisere Stimme im Nebenraum hörte.
Ich sprang auf und öffnete die Tür zu dem kleinen Zimmer, in dem Ally war. Vorsichtig schaltete ich ein kleines Lich an und blickte in Allys müde Augen. "Hey", flüsterte ich leise. Ich musste schrecklich aussehen. Die letzten Tage waren anstrengend gewesen, nebenbei hatte ich immer wieder daran gedacht, wie Ally sich von mir abgewandt hatte, bevor sie das Mittel von Alessandro bekommen hatte. Ich hatte kaum schlafen können, hatte mich die meiste Zeit mit Kaffee wach gehalten und auch rasiert hatte ich mich in den letzten drei Tagen nicht.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Sa Nov 08, 2014 11:06 pm

Die Schritte die ertönten, nachdem ich gesprochen hatte, waren laut und hallten in meinem Kopf. Es fühlte sich grauenhaft an, doch mein Kopf tat generell weh und das kam nur dazu.
Jayce kam in den rahm und schaltete ein kleines Licht an, sodass der Raum in einen angenehmen Schein gehüllt wurde. Ich blinzelte und setzte mich vorsichtig auf, während ich Jayce müde anblickte.
Sein Haar war noch zerzauster als es sonst war, er hatte tiefschwarze Augenringe und hatte einen ziemlich vorangeschrittenen Dreitagebart. Er hatte nicht auf sein Äußerliches geachtet, was war in den letzten Tagen passiert? Seit ich Jayce kannte, hatte er sich noch nie so gehen gelassen. "Du siehst furchtbar aus, Schatz.", murmelte ich noch immer mit kratziger Stimme und ließ mich dann wieder ins Kissen sinken. Die Wirkung des Beruhigungsmittels war noch nicht abgeklungen und die Nachwirkungen waren wirklich nicht empfehlenswert. Ich rieb mir die Schläfen und vergrub dann meinen Kopf in dem weichen Kissen. "Mein Kopf tut so weh.", jammerte ich ins Kissen und versuchte ein Seufzen zu unterdrücken. Wieso hatte ich mir das Beruhigungsmittel geben lassen? Es machte nichts besser. Ich würde weiter zu wenig von meinem Leben wissen, hatte Flashbacks die total unangenehm waren und außerdem verspürte ich so nur noch mehr Schmerzen. Natürlich hatte ich einen angenehmeren Traum, er war nicht schön, aber ruhig. Trotzdem konnte ich mich dadurch nicht ausruhen, das war eine Sache der Unmöglichkeit. Die letzten Wochen waren für uns alle sehr anstrengend gewesen, weswegen mir die Kräfte langsam ausgingen. Das war unmenschlich so viel Anstrengung zu widerfahren.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Sa Nov 08, 2014 11:21 pm

Ein Lächeln konnte ich mir auf ihren Kommentar hin nicht verkneifen. Sie hatte vermutlich recht, ich hatte nicht großartig in den Spiegel geschaut in den letzten Tagen. Ich hatte mich gewaschen und Zähne geputzt, aber das machten den Schlafmangel nicht wet. Dennoch hatte ich einfach nicht schlafen können. Es hatte so viel zutun gegeben.
"Entschuldige, dass du diesen Anblick ertragen musste", sagte ich und ging auf ihr Bett zu, während sie sich wieder in die Kissen fallen ließ und sich über Kopfschmerzen beklagte. Ich drehte zur Seite ab, zog eine Schublade eines kleinen Schrankes auf und suchte nach Kopfschmerztabletten, die ich nach einigem Suchen auch fand.
Ich zog die Packung heraus und drückte zwei der kleinen weißen Tabletten in meine Handfläche. Damit ging ich zu Ally und reichte ihr diese mitsamt einer Flasche Wasser.
Ich ließ mich auf einen Stuhl neben ihrem Bett sinken und sah Ally an.
Sie sah erschöpft aus, auch, wenn sie die letzten Tage nur geschlafen hatte. Ihr Schlaf war ruhig gewesen, trotzdem hatten wir sie rund um die Uhr beobachtet. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Beim letzten Mal, als ich zu ihr gegangen war, hatte sie die Anwesenheit von Alessandro vorgezogen. Vielleicht tat sie das jetzt auch.
"Wie geht's dir.... also abgesehen von den Kopfschmerzen?", fragte ich dann, weil ich einfach nicht so stumm neben ihr sitzen konnte und wollte.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Sa Nov 08, 2014 11:35 pm

Ich konnte ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken, als er ebenfalls ein Kommentar zu seinem Aussehen gab. Dann hörte ich nur wie Jayce näher kam und etwas in der Schublade suchte. Ich drehte mich leicht und sah ihm dabei zu wie er eine Packung herausholte und aus dieser zwei Tabletten entnahm. Er reichte mir diese mit einer Flasche Wasser.
Ich legte mir die Tabletten auf die Zunge und trank das Wasser bis auf den letzten Zug leer. "Dankeschön.", murmelte ich leise und stellte die leere Flasche auf den Nachttisch. "Ich bin müde und ziemlich erschöpft. Mir tun meine ganzen Knochen schrecklich weh, aber...", ich zuckte mit den Schultern und sah zu Jayce. "Und dir?" Zwischen uns lag etwas, irgendwas war ganz und gar nicht okay. Ich versuchte nachzudenken, was an dem gesamten Tag geschehen war bevor ich das Beruhigungsmittel zu mir genommen hatte. Mal davon abgesehen, dass ich das Serum bekommen hatte und dass Jayce sich mit Alessandro deswegen gestritten hatte, war alles nicht schlimm gewesen. Außer...ich hatte geweint kurz bevor ich eingeschlafen war. Meine Aufmerksamkeit hatte ich nur meinem Bruder gewidmet, nur er wusste von dem ganzen Leid mit welchem das Serum verbunden war. Diese schreckliche Qual nichts zu wissen und sich so hilflos zu fühlen. Man fühlte sich nur noch schlimmer, wenn man sich an etwas erinnerte. Man versuchte mehr zu erfahren, doch es kam nie mehr und man war nur noch verwirrter. Doch ich wollte meine Tränen Jayce gar nicht zeigen, ich fühlte mich so schwach und ich wollte nicht, dass er dachte ich sei so schwach und würde mit der Situation nicht zurecht kommen. Wie man sah, hatte Jayce in den letzten Tagen sehr viel zutun gehabt. Er sollte sich nicht noch Sorgen um mich machen. "Es tut mir leid, du weißt schon...ich hätte mit dir reden sollen bevor ich das mit der Spritze getan habe...", stotterte ich und biss mir nervös auf die Lippe.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Sa Nov 08, 2014 11:51 pm

"Das wird besser werden. Deine Muskeln müssen sich jetzt nur wieder daran gewöhnen, dass sie arbeiten müssen. Immerhin hast du drei Tage geschlafen", antwortete ich achselzuckend. Als sie mich ansprach schüttelte ich den Kopf. Es sollte hier nicht um mich gehen, es gab wichtigeres, viel wichtigeres. "Viel um die Ohren", antwortete ich dann schließlich, was genau genommen nicht unbedingt die Antwort auf die gestellte Frage war, aber doch besser als nichts zu sagen.
Als Ally offensichtlich die Situation vor der Injektion ansprach, stand ich von meinem Stuhl auf und lehnte mich an ein kleines Tischchen.
Ich musste mich einen Moment sammeln um zu entscheiden, was ich sagen wollte. Meine Gedanken wollten sortiert werden, das hatte ich in den letzten Tagen nicht hinbekommen.
"Ally, hör zu...ich werde dir nicht sagen, dass du mit mir reden musst oder über welche Themen du mit mir reden solltest. Aber du sollst wissen, dass du über alles mit mir reden kannst", meine Stimme war ruhig und eindringlich.
Ally sollte selbst entscheiden, ob sie mit mir reden wollte. Ich wollte sie nicht drängen und wenn sie es für besser hielt mit Alessandro zu sprechen, dann sollte sie das tun. Natürlich hoffte ich, dass ich diese Person für sie war, mit der sie über alles redete, der sie ihre Ängste und Schwächen anvertraute. Das war ich bisher gewesen, zumindest soweit ich das wusste. Aber vielleicht hatte das Serum etwas daran geändert. Vielleicht vertraute sie mir nicht so.
Ich dachte an mein kleines Labor im Nebenraum, in dem ich alles versuchte um dieses verflixte Serum unschädlich zu machen, doch bisher nur mit mäßigem Erfolg.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 12:02 am

Er gab mir keine genaue Antwort auf meine Frage und ich nickte nur. Vielleicht wollte er nicht darüber reden, ich konnte ihn dazu nicht zwingen. Trotzdem interessierte es mich, wie es ihm ging. Er sah nicht so aus, als ob es ihm sonderlich gut ging und er bräuchte dringend Schlaf.
"Ich weiß das, wirklich Jayce. Aber nachdem sich Alessandro bei mir entschuldigt hatte, kam das Ganze einfach so. Er kennt mich wohl besser als du und ich zusammen, ich habe mein ganzes Leben mit ihm verbracht. Vielleicht gehört das zu unserer Verbindung, dass er genau weiß was ich fühle.", meine Stimme war leise. "Außerdem hast du nur Stress, du hast zu viele Sorgen an dir kleben und auch so viel Verantwortung zu tragen. Ich kann es nicht ertragen, zu sehen dass sogar du fertig bist. Alessandro verkraftet das besser, meine Sorgen und alles. Wir haben schon unser ganzes Leben die Sorgen des anderen mit uns rumtragen müssen. Ich kann dir das nicht auch noch zumuten, Jayce. Vielleicht möchte ich auch einfach nicht zugeben, dass ich nicht stark genug bin um mit so etwas zurechtzukommen." Der letzte Satz war fast nicht mehr hörbar, ich wollte nicht dass Jayce dachte, dass ich ihm nicht genug vertraute. Ich wünschte mir nur, dass sein Leben ruhiger und glücklicher war...vielleicht wollte ich auch unbedingt deswegen diesen Urlaub. Wir würden uns beide ausruhen können, mal nur an uns denken können...doch das blieb uns hier ja leider verwehrt.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 7:29 pm

"Ally, ich möchte aber von deinen Sorgen wissen, aber ich möchte dich nicht zwingen davon zu erzählen. Aber wie soll ich richtig mit dir umgehen, wenn ich nicht weiß, wie es dir geht? Wenn du vor mir nur eine Maske aufsetzt und versuchst stark zu sein? Und niemand würde mit sowas leicht zurrecht kommen. Ich kann mir nicht einmal annähernd vorstelle, wie schwer es ist, nichts mehr zu wissen und ich habe auch keine Ahnung, wie grausam es ist sich daran zu erinnern zu wollen und es nicht zu schaffen. Aber wie soll ich es auch verstehen, wenn du mir dabei nicht hilfst? Ich habe dir versprochen, dass ich dir helfen werde dich zu erinnern, aber dann musst du mir auch helfen....", die Worte sprudelten aus mir heraus, wie es immer war, wenn ich etwas loswerden wollte. Mein Herz pochte gegen meine Brust und meine Lunge brannte.
Ich blickte Ally an, die noch immer in dem Bett lag. Meine Augen juckten, ich musste unbedingt schlafen. Ich hatte auch keine Ahnung, wie spät es war. Wenn ich schätzen müsste, würde ich neun oder zehn Uhr abends sagen.
"Hast du hunger?", fragte ich dann. Ally hatte schließlich auch die ganzen Tage nichts gegessen.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 7:53 pm

Ich musste bei seinen Worten schlucken und senkte den Blick. Er hatte natürlich recht, doch es war schwer dem gerecht zu werden. Vorsichtig zog ich meine Beine an meinen Körper, versuchte meinen Körper wieder an Bewegungen zu gewöhnen. "Dein Lächeln ist aber das Einzige was mich glauben lässt, dass das Leben schön ist so wie es ist. Es gibt so wenig für uns, worüber wir lachen könnten...wieso sollte ich dir das noch nehmen?", meine Stimme war fast nicht mehr hörbar und brach zuletzt komplett ab. Ich versuchte den riesigen Klos in meinem Hals hinunterzuschlucken und fuhr mir durch mein Haar. Bei seiner Frage schüttelte ich nur den Kopf und biss mir nervös auf die Lippe. "Bitte leg dich schlafen...", sagte ich leise und schwang langsam meine Beine aus dem Bett. Ich brauchte unbedingt eine Dusche um wieder klare Gedanken zu fassen.
Ich drückte etwas mehr Gewicht auf meine Füße um sie langsam an mein eigentliches Gewicht zu gewöhnen. Dann stand ich auf und hielt mich leicht am Bett fest. Mein Stand war nicht sicher und ich fühlte mich wackelig auf den Beinen, doch je länger ich so dastand, desto besser ging es. "Ich geh duschen.", murmelte ich Jayce zu und ging langsam zum Bad. Hinter mir verschloss ich die Tür und ließ mich an der Tür nieder. Ich sank einfach auf dem Boden zusammen und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Mir liefen kleine Tränen an den Wangen hinunter, welche ich nach und nach wegstrich. Irgendwann stand ich auf und ging zum Waschbecken. Mit meinen Händen stützte ich mich auf diesem ab und blickte meinem Spiegelbild entgegen. Ich sah nicht besser als Jayce aus, die Müdigkeit war mir deutlich ins Gesicht geschrieben und ich hatte wirklich schon bessere Tage gesehen. Meine Augen waren durch die Tränen gerötet und meine Lippen waren leicht aufgeplatzt, da sie die letzten Tage keine Feuchtigkeit gesehen hatten. "Wie soll das nur enden?", murmelte ich leise und fuhr mir durch mein blondes Haar, welches schlaff hinunter hing.
Alles wirkte so falsch, wirklich alles. Jayce und ich konnten uns noch nicht mal mehr richtig in die Augen sehen, wir verschwiegen uns beide wie wir fühlten. Er musste sich schrecklich fühlen, nachdem ich mich erst nicht an ihn erinnern konnte und mir jetzt noch immer so viele Erinnerungen fehlten. Außerdem würde uns bald wieder irgendein schreckliches Geschehen einholen, irgendwas würde passieren und wir müssten wieder kämpfen. Wieso sind wir in dieser Stadt geblieben? Wegen unseren Familien? Ich wollte hier nicht mehr sein, ich hatte genug von den Menschen hier. Es würde sich doch nie etwas ändern und ein Teil würde uns immer verachten...
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 8:31 pm

"Und wie soll ich lächeln, wenn ich weiß, dass es dir nicht gut geht?", fragte ich und schüttelte den Kopf. Ich konnte es einfach nicht glauben. Hatte dieses Serum doch so viel kaputt gemacht? Ich hatte Ally von Anfang an mehr vertraut als jedem anderen. Ich wusste, dass ich ihr alles sagen konnte und aus einigen Situationen hatte ich gelernt, dass ich das auch tun sollte. Noch immer war sie die Person für mich, für die ich alles aufgeben würde. Jederzeit würde ich mich schützend vor sie stellen. Ich würde immer mit ihr leiden und sie konnte doch nicht so naiv sein und glauben, dass ich nicht merkte, wie schlecht es ihr ging. Ich wollte nicht, dass sie mich anlog oder mir etwas vorspielte. Was waren wir, wenn sie die Freude und aus Lächeln nur spielte?
Ich blieb einfach stehen, als sie ins Bad ging. Sie konnte jetzt nicht ernsthaft erwarten, dass ich mich jetzt einfach ins Bett legen würde. Das letzte mal, als ich das in einer solchen Situation getan hatte, war Ally verschunden gewesen und hatte das Serum verabreicht bekommen. Nein, ich würde jetzt mit Sicherheit nicht schlafen gehen.
Stattdessen ließ ich mich auf den Stuhl, auf dem ich schon vorher gesessen hatte, nieder und starrte die Wand an. Ich würde kein Auge zutun, ehe sie nicht wieder hier war.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 8:50 pm

Noch einige Zeit stand ich so vor dem Spiegel da, ehe ich mich aus den Klamotten schälte und das Wasser der Dusche andrehte. Ich stellte mich unter den heißen Wasserstrahl und blieb darunter eine halbe Ewigkeit. Ich dachte über alles nach, alles an das ich mich noch erinnern konnte.
Erst als das Stehen mir zu anstrengend wurde, stieg ich aus der Dusche und kuschelte mich in ein weiches Handtuch ein. Mir tat alles weh, mein ganzer Körper schmerzte. Mein Kopf brummte ununterbrochen und mir war schlecht. Ich versuchte irgendwie nicht zu sehr an die Schmerzen zu denken und trocknete mein Haar mit einem weiteren Handtuch.
Erst dann schloss ich die Tür wieder auf und ging in das kalte Zimmer. Jayce saß auf einem Stuhl und irgendwie war mir das klar gewesen. Er würde wohl auch nicht auf mich hören.
Abgeneigt schüttelte ich nur den Kopf und ging zum Schrank. Ich schnappte mir ein Shirt von Jayce und eine Joggingshose von mir. Ich zog mir beides an, es war mir egal dass das Shirt mir viel zu groß war. Vorsichtig kroch ich unter die Decke und blickte Jayce an, der noch immer wie angewurzelt auf seinem Stuhl saß. "Was ist los?", fragte ich ihn besorgt und legte den Kopf schief. Ich hoffte innerlich, dass man durch das schwache Licht im Raum nicht meine roten Augen sah. Es würde Jayce nur noch mehr das Gefühl geben, dass ich ihm nicht vertraute. Doch so war es nicht. Ich vertraute ihm, mehr als jedem Menschen auf dieser Welt. Doch er würde nie ansatzweise verstehen, wie es sich anfühlte nichts zu wissen. Das war eine Sache, die musste ich mit mir selbst ausmachen. Irgendwo hatte ich mal gehört, dass man nicht versuchen sollte, der zu sein der man vorher war. Man würde sich alles dadurch nehmen, da man nur noch mit seinen Gedanken beschäftigt war. Doch sie würden nicht mehr kommen, man würde mit ihnen alle Charakterzüge verlieren und sich isolieren vor allen bekannten Menschen. Man würde am ehester wieder die alte Persönlichkeit annehmen, wenn man sich mit der Sache nicht beschäftigte. Sonst würde man einen neuen Menschen schaffen, ein Mensch der äußerlich vielleicht der Selbe, doch innerlich jemand anderes ist.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 9:53 pm

"Als ich das letzte Mal geschlafen habe, nachdem wir soeine Situation zwischen uns hatten, warst du danach verschwunden. Ich werde also nicht schlafen, solange wir nicht normal miteinander reden können", sagte ich und blickte Ally an.
"Ich hab die letzten Nächte kaum ein Auge zugetan. Ich habe mit Zeke die Verträge und neuen Gesetze unterschrieben, ich habe ein Labor aufgebaut, in dem ich an einem Gegenmittel gegen das Serum geforscht habe, aber meine Gedanken waren eigentlich nur bei dir. Die Angst darum, dass du mir nicht vertraust, dass du vor mir nur die glückliche Ally spielst und innerlich an der Situation zerbrichst.... Ich verstehe nicht, wieso du nicht mit mir sprichst, warum du mir etwas vormachst, alsob ich nur die rosigen Seiten sehen dürfte. So kann es doch nicht weitergehen", fuhr ich dann fort. Ich hatte mich derweil aufgesetzt und rieb mir meine müden Augen.
Allys Augen waren rot, ich musste mir keine große Mühe geben um das zu erkennen.
Ich wusste, dass sie geweint hatte, da musste ich mir nichts vormachen, aber es machte mich verrückt.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 10:15 pm

"Du glaubst, dass ich dir nicht vertraue. Aber vertraust du noch mir? Du machst dir Sorgen, dass ich abhaue weil ich einmal raus wollte um mir Gedanken zu machen. Natürlich ist das verständlich Jayce, aber ich weiß ganz genau was da schief gelaufen ist. Wieso sollte ich abhauen, gibt es einen Grund dafür den ich gar nicht kenne? ich verstehe es nicht...wir sind zu jung um so ein Leid zu ertragen.", sagte ich dazu und rieb mir die Schläfen. Dann drehte ich mich um, ich wollte ihm nicht in die Augen sehen. Mir wurde kalt, nicht weil es Winter war, sondern weil sich Einsamkeit in mir breit machte. "Du kannst doch eh nichts daran ändern! Du versuchst die alte Ally wieder zu finden, aber die werde ich nie mehr sein! Ich will nicht in Selbstmitleid versinken, nur weil ich dir erzählen muss wie schrecklich es ist nichts zu wissen...", sagte ich und versuchte krampfhaft meine Stimme stabil zu halten. Doch wieder kullerte eine Träne meine Wangen hinunter, bloß dass ich diesmal wieder zu ihm sah. "Du willst wissen was in mir vorgeht? Ich fühle mich schrecklich, ich weiß gar nichts mehr. Ich kenne euch alle nicht so gut wie ich euch kennen sollte. Ich versuche krampfhaft an Erinnerungen zu kommen, doch da ist einfach nichts! Mein Kopf fühlt sich so leer an, ich fühle mich generell so leer! Außerdem hab ich Albträume, manche sind gruselig...andere sind nur komisch. Überall kommst du drin vor...wie soll ich damit zurechtkommen? Ich kann die Augen schließen und sehe, wie dir etwas schreckliches angetan wird oder wie ich dir das Herz breche.", immer mehr Tränen flossen meine Wangen hinunter. "Und dann sehe ich noch, dass es dir schlecht geht und du dir Sorgen um mich machst. Ich bin doch der Grund, wieso es dir schlecht geht! Wenn du mich nicht kennen würdest, dann hättest du nicht so viel Schmerz erleiden müssen...und dir würde es in Zukunft noch immer gut gehen." Ich versuchte mich irgendwie zu fassen, doch es klappte nicht. "Und weißt du was das Schlimmste ist? Immer wenn irgendwas schreckliches passiert ist, haben wir ein Stück unserer Nähe verloren. Ich liebe dich und will einfach nur, dass wir eine stinknormale Beziehung führen können. Dass wir in einer normalen Stadt leben, normalen Hobbys nachgehen und in normalen Häusern wohnen. Dass wir uns auf der selben Schule kennengelernt haben, später mal zusammen aufs College gehen und in die Uni. Dass wir irgendwann heiraten und ein Haus bauen, dass wir langweilige Berufe haben und von unseren Chefs angekotzt sind. Dass wir Kinder bekommen und irgendwann Enkelkinder, dass wir zusammen in Frieden sterben werden. Ich schaff es nicht, stark zu sein. Es wird wieder irgendwas kommen, wir müssen vielleicht wieder um unser Leben kämpfen. Aber dafür reicht meine Kraft nicht mehr und es gibt sicher mehr die so denken. Sie sagen es bloß nicht..."
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 10:34 pm

"Ich vertraue dir mehr als jeder anderen Person, ich habe niemanden außer dir, dem ich meine Sorgen anvertrauen kann. Ich habe nur dich und ich würde alles für dich tun! Ich versuche alles um dir zu helfen, worum du mich auch gebeten hast, aber ich andererseits blockierst du gleichzeitig alles, wenn ich es versuche! Natürlich versuche ich die alte Ally wieder zu finden und die bist du, das merke ich an den Momenten, in denen du agierst, ohne nachzudenken, wenn du nur da sitzt und lächelst, wie du mit mir diskutierst! Du bist noch immer die Ally, die ich kennen und lieben gelernt habe. Die Ally, die zu stark ist um ihre eigenen Schwächen zu offenbaren.
Wir haben unglaublich viel durchgemacht, wir haben uns immer wieder voneinander entfernt, aber später war die Bindung zwischen uns nur noch stärker und ich kann dir gar nicht beschreiben, wie sehr ich mir ein normales Leben wünsche, aber genau das ist es doch, worum wir immer gekämpft haben und das ist es, worum ich weiterhin kämpfen werde. Ich weiß, dass wenn wir nicht aufgeben, wir es irgendwann schaffen werden, aber dafür müssen wir miteinander und nicht gegeneinander arbeiten!"
, meine Stimme zitterte, meine Augen brannten noch mehr und ich merkte, wie mein Blick verschwommener wurde. Meine Stimme wurde rauer, kratziger und mein Herz hämmerte gegen meine Brust, als wolle es meinen Körper verlassen.
"Und wer weiß, was aus mir geworden wäre, wenn ich dir nie begegnet wäre. Vermutlich wäre ich jetzt bereits tot, weil ich mich inmitten von Ken, gegen sie gestellt hätte. Vielleicht hätte ich mich feige verkrochen oder irgendein Ferox hätte mich abgestochen. Wir wissen es nicht, aber erinnerst du dich an die Worte, die du mir vor drei Tagen gesagt hast?
>Hör mir ganz genau zu, Jayce. Ich bin hier und lebe, du bist hier und lebst ebenso. Und ich liebe dich, das ist das einzige was zählt...<
Genau diese Worte hast du zu mir gesagt und jetzt soll plötzlich alles anders sein?"
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 10:50 pm

Ich sah auf meine Finger, welche ich ineinander verschränkt hatte und dachte über das was er sagte nach. Natürlich hatten wir bisher viel durchgemacht und sind uns immer wieder näher gekommen, doch wie lange wollen wir dieses Spiel noch spielen? Ich wollte nicht mehr kämpfen, ich wollte dass alles in Ordnung war. Ich liebte Jayce mehr als alles andere, doch ich wusste dass es eine Lüge war zu sagen, dass nur das zählte. Eine Beziehung konnte wegen zu viel Stress und Erwartung auch in die Brüche gehen, wegen Sachen die man nicht schaffen konnte weil man zu lange kämpfen musste. Ich wollte nicht, dass zwischen uns irgendwann mal alles vorbei war, doch wie sollte ich ihm nur klar machen, dass ich nicht mehr in solch einer Gefahr leben wollte?
Ich zitterte am ganzen Körper und versuchte mir die Tränen wegzuwischen. "Wenn es nur so schön wäre, wie es klingt. Aber so wie wir uns verhalten, scheint nichts mehr in Ordnung zu sein. Noch nicht mal mehr zwischen uns. In dieser Stadt zu bleiben, hat alles ruiniert...ich war so glücklich, als wir hier weg waren. Ich war noch nie so glücklich, ich hatte dich bei mir und musste keine Angst haben, dass wir sterben werden oder ähnliche Sachen. Wir hatten keine Feinde, wir waren einfach ein normales Paar in einer schönen Stadt. Wir hatten unsere Ruhe, wir hatten so ein schönes Leben dort. Und schon sind wir wieder in Chicago geblieben, ist alles wieder der letzte Dreck...", meinte ich leise und zog mir die Decke bis zum Hals.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 10:58 pm

"Und warum sind wir wieder hier? Weil uns auch dort das Glück nicht vergönnt war und bevor wir die gesamte Situation nicht hinter uns gebracht haben, werden wir auch nicht in Frieden leben können, das weißt du ebenso gut wie ich. Aber ich dachte wir stehen das gemeinsam durch. Nun sag mir Ally, kämpfst du noch oder hast du aufgegeben?", ich spürte, wie mein Herz langsam aber sicher zerbrach. Allys Worte schmerzten so unglaublich. Hatte sie uns aufgegeben, uns und das Leben, was wir uns erträumt hatten?
Ich schluckte schwer und dachte an die kleine Schachtel, die in Allys Nachtschränkchen ruhte, in der ich sorgsam den Schlüssel unseres kleinen Hauses verpackt hatte.
Am liebsten wär ich gegangen, ich spürte, wie sich mein Hals zuschnürte. Ich wischte mir die Tränen aus den Augen, bevor sie ihren Weg hinunter finden konnten.
Ich hatte alles getan um unseren Traum nicht aufzugeben, aber es hatte keinen Sinn, wenn Ally nicht mehr bereit war zu kämpfen.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 11:09 pm

"Ich...ich hab nicht aufgegeben. Das würde ich nie, egal was ich tue. Unsere Liebe zueinander könnte ich gar nicht aufgeben...", sagte ich leise und blickte zu Jayce. Vorsichtig rückte ich näher zu ihm und griff nach seiner Hand. "Ich möchte bloß nicht mehr in Angst leben...doch es wäre mir lieber mit der Angst zu leben, als nur eine Sekunde ohne dich.", gestand ich. Natürlich könnte ich einfach alleine abhauen, ohne Jayce. Und vielleicht würde ich auch nicht mehr Angst haben müssen. Doch es wäre das schlimmste Leben was ich mir nur vorstellen könnte, denn ich würde nie mehr jemanden so sehr lieben können wie ich Jayce liebte. Und natürlich würden wir uns noch oft in die Haare bekommen, aber es sollte nicht zwischen uns enden. "Bitte bleib bei mir, ich weiß, dass ich schrecklich dumm bin.", sagte ich leise, da ich spürte wie Jayce sich wünschte, nur noch weg zu gehen.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   So Nov 09, 2014 11:25 pm

"Du bist nicht dumm", nun konnte ich die Tränen nicht mehr aufhalten. Allys Hand war warm und meine Hand, die sie hielt kribbelte. Noch immer schaffte sie es solche Gefühle in mir aufzurufen. "Ich liebe dich und die einzige Angst in mir ist die dich zu verlieren, egal auf welche Weise. Die Angst, dass es dir das alles irgendwann nicht mehr wert ist, dass du nicht mehr kämpfen willst, wenn wir nicht mit Sicherheit sagen können, dass wir die Zukunft bekommen, die wir uns wünschen und das werden wir nie sagen können. Ich will dich nicht unter Druck setzen, ich will nicht, dass du etwas gegen deinen Willen tust, ich will nicht Schuld daran sein, dass du innerlich zerbrichst oder an den Lasten kaputt gehst, aber ich will auch kein Leben ohne dich", meine Stimme war zittrig, wie mein gesamter Körper. Ich lehnte mich vor und neigte meinen Kopf nach unten, bis ich die Kante des Bettes an meiner Stirn spürte.
Noch immer flossen große Tränen nacheinander aus meinen Augenwinkeln. Ich presste meine Augenlider fest aufeinander und hielt Allys Hand so fest, dass ich ihr - so hoffte ich - nicht weh tat.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Mo Nov 10, 2014 6:18 am

Ihn weinen zu sehen tat weh, denn es war meine Schuld dass er diese Tränen vergoss. Ich wusste nicht was ich sagen sollte, war gerührt und zugleich geschockt von seinen Worten. Er tat so, als ob er nur von mir abhängig war, doch genau das wollte ich nicht. Das endete nur schlecht, da ich ihn nur enttäuschen konnte.
Jayce legte seinen Kopf an die Kante des Bettes und ich wusste, dass er noch immer weinte. Vorsichtig drückte ich ihm einen Kuss auf sein Haar und streichelte sanft über seinen Rücken während auch mir die Tränen kamen. Irgendwann ertrug ich es nicht mehr, ihn so zu sehen und drückte seinen Oberkörper hoch. Da Jayce die ganze Zeit meine Hand fest gedrückt hielt, zog ich ihn mit dieser zu mir aufs Bett und schloss die Arme um ihn, als er neben mir saß. "Bitte denke nicht so etwas von mir, ich werde nicht gehen nur weil ich es leid wäre zu kämpfen. Ich weiß, dass mir die nötige Kraft dazu fehlt, aber für dich würde ich über meine Grenzen gehen. Das zwischen uns ist mir so wichtig und wie man sieht auch verletzlich...ich möchte es nicht zerstören, nie.", sagte ich leise und strich Jayce die Tränen weg, die jedoch immer wieder nachkamen. "Ich liebe dich, bitte hör auf zu weinen.", meine Stimme war ruhig, obwohl ich das wohl am wenigstens war. Am liebsten hätte ich einfach mitgeweint, doch der Schmerz den die Tränen von Jayce in mir auslösten verhinderten meine eigenen.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Mo Nov 10, 2014 10:41 am

Ich spürte, wie Ally mir einen Kuss auf den Hinterkopf drückte und nach einiger Zeit meinen Oberkörper aufrichtete und mich zu sich ins Bett zog. Sie schloss ihre Arme um mich und redete leise auf mich ein, während sie dann meine Tränen wegwischte, die jedoch immer wieder nachflossen.
Sie flehte mich quasi an, dass ich aufhörte zu weinen und ich versuchte diesem Wunsch nachzugehen.
Ich atmete tief durch und langsam versiegten meine Tränen.
Ich blickte in Allys blaue Augen und schluckte schwer. "Es tut mir leid.....Ich liebe dich", flüsterte ich und rieb mir meine verquollenen Augen.
In meine Kopf hämmerte es einfach so unglaublich und mein Herz schlug noch immer unregelmäßig.
Ich wusste genau, was Ally damit meinte, dass sie keine Kraft mehr hatte. Auch ich war ausgelaugt. Ich wollte nicht mehr kämpfen. Ich wollte ein friedliches Leben, das mir und ihr auch zustand. Aber es hätte nichts gebracht in der anderen Stadt zu bleiben. Wir wollten es ja, aber auch dort haben sie uns gefunden. Doch dort haben wir einen Hauch des normalen Lebens zu spüren bekommen. Ein Leben, in dem es nur um uns ging. Nicht, dass das Leben vollkommen stressfrei gewesen wäre, aber es wär unser Leben gewesen und wir hätten uns nicht um eine gesamte andere Stadt kümmern müssen.
"Die Ken, die dich angegriffen haben, sind festgenommen worden. Ihnen wird der Prozess gemacht und das Serum ist beschlagnahmt worden. Wir haben einen Wirkstoff entwickelt, der verhindert, dass das Serum überhaupt im Körper wirken kann...... auf dieser Grundlage habe ich angefangen weiter zu forschen und versuche ein Gegenmittel zu entwickeln", das waren Dinge, die Ally unbedingt wissen musste.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Mo Nov 10, 2014 1:59 pm

Als er aufhörte, strich ich ihm trotzdem noch weiter über die Wange. Es war schrecklich zu sehen wie fertig er war. Auch wenn ihm vielleicht die Forschung und die Verträge wichtig waren, hatte jeder Mensch natürliche Bedürfnisse zu befriedigen. Zu Schlafen und zu Essen war wichtig, ihm sollte es trotz des Stresses an nichts mangeln...
"Wird das dann wie eine normale Grippeschutzimpfung verabreicht? Als Vorbeugung sozusagen oder wie?", fragte ich Jayce interessiert, als er mir erzählte an was er forschte. "Und für wen soll das Gegenmittel sein? Ich meine, es ist natürlich logisch eines zu besitzen und falls doch etwas passiert. Aber ich glaube nicht, dass du jemanden findest der das wirklich möchte. Irgendwann fängt man glaube ich an damit zu leben, auch wenn man praktisch gesehen die selbe Person wie vorher ist, möchte man aber vielleicht das Neue nicht so ganz aufgeben.", ich fuhr mir durch die Haare und sah Jayce nachdenklich an. "Bis man ein sicheres Gegenmittel hat, haben alle die das Serum bisher bekommen haben, angefangen damit zu leben. Also wäre es auch nur ein Mittel, für den Notfall...", ich legte den Kopf schief und musste gähnen. Die Müdigkeit packte mich langsam wieder und signalisierte meinem Körper, dass ich dringend richtigen Schlaf bräuchte. Nicht einen Schlaf der durch ein Beruhigungsmittel hervorgerufen wurde. "Ich glaube, wir sollten beide schlafen. Darüber können wir noch wann anders reden."
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Mo Nov 10, 2014 2:25 pm

Ich nickte auf Allys Frage. "Ja, so wird es sein", antwortete ich. "Das Serum kann dann nicht wirken. Es ist quasi nur zur Vorsorge, da alles Ampullen, des Serums, die noch existieren, beschlagnahmt wurden."
Auf ihre Frage mit dem Gegenmittel wusste ich zunächst keine Antwort. Natürlich hatte ich angefangen es zu entwickeln, damit Ally und auch Ian es auch bekommen konnten, aber sie wollte es nicht. Ich wollte ihr so unbedingt helfen sich zu erinnern, doch anscheinend war meine Arbeit umsonst gewesen.
"Ich dachte... ich hab es für dich und Ian gemacht. Ich dachte ich würde euch damit helfen, wenn ich euch die Erinnerungen zurück bringe. Ich dachte das war es, was du wolltest", meine Stimme war leise. Ich wusste nicht, was ich denken oder sagen sollte.
"Ja... vielleicht hast du recht", antwortete ich leise und fuhr mir durch mein strubbeliges Haar.
"Willst du hier schlafen? Oder im Haus?", fragte ich. Sie sollte entscheiden, ob wir heute Nacht ein Bett teilen würden und dafür wäre dieses vermutlich etwas zu klein, zumindest, wenn man die Option auf ein größeres nur ein paar Meter entfernt hatte.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Mo Nov 10, 2014 2:34 pm

Ich biss mir auf die Lippe und senkte den Blick. "Ich weiß das zu schätzen, wirklich...aber ich weiß gar nicht wirklich wer ich damals war? Es wäre natürlich möglich, dass ich das Gegenmittel nehme. Aber für mich klingt das alles so unglaubwürdig, ich kann mir so schlecht vorstellen mal ein anderes Leben gehabt zu haben.", sagte ich zweifelnd und dachte verzweifelt darüber nach. Würde ich wissen was zumindest in den letzten Tagen passiert war oder wäre ich auf dem Stand vor wenigen Tagen? Außerdem vermied ich es zu sagen, dass ich nicht wusste wer Ian war. Aber anscheinend hatte er ebenfalls das Serum abbekommen, sonst müsste er ja nicht das Gegenmittel bekommen.
Und was würde passieren wenn ich wieder alles wusste? Es schien zu gut zu sein, als dass es wahr sein könnte. Irgendwas würde sicherlich daraufhin passieren, das war es doch immer wenn es gerade wieder gut war. Und irgendwie hatte ich die dunkle Vermutung, dass ich dieses mal daran Schuld sein würde...
Ich versuchte die Gedanken beiseite zu schieben und sah Jayce verwirrt an. "Haus? Du redest von dem kleinen Haus?", fragte ich ihn und legte den Kopf schief. Das letzte Mal als wir dort waren, war kein Strom vorhanden und außerdem die Sachen der alten Bewohner. Und bis zu den Amite, würde es ewig dauern. Das konnte er nicht vorgeschlagen haben.
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BeitragThema: Re: Jayce und Ally   Mo Nov 10, 2014 2:51 pm

"Du musst es nicht nehmen, Ally... aber das war der einzige Weg, der mit eingefallen ist, wie ich dir wirklich helfen kann. Die Erinnerungen der letzten Tage wären natürlich nicht verloren, du würdest dich nur an alles erinnern.... auch an die anderen, deine Familie und alles, was passiert ist", sagte ich.
Ich wollte sie beim besten Willen nicht dazu zwingen das Gegenmittel zu nehmen. Ich konnte verstehen, dass sie Angst hatte.
Auf ihre Frage hin nickte ich: "Schau in das Nachtschränkchen."
Wenn sie wollte konnten wir natürlich auch zurück zu den Amite, doch dann musste uns jemand fahren. Wir waren hier in der ehemaligen Umgebung der Ken, eine kleine Krankenstation. Wenn man darauf achtete, konnte man draußen die Schwestern ihre Visite machen hören.
Nur ca. 500 Meter von hier entfernt war unser Haus, falls sie es denn noch immer wollte.
Es war vollkommen eingerichtet und hatte nun natürlich auch Strom, wie dieses gesamte Viertel.
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Jayce und Ally

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