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 Damon und Melody

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BeitragThema: Damon und Melody   Mi Nov 05, 2014 2:58 am

Nicht ganz ein Jahr war ich nun bei den Ferox und ich war mir sicher, dass ich mich richtig entschieden hatte. Ja, es gab noch viele Probleme in meiner neuen Fraktion, besonders mit den ehemaligen Ken, aber das bekam ich schon hin. Auch diese Nacht blieb ich leider nicht verschont. Es war nach dem Abendessen, wo ich immer nochmal kurz an die frische Luft ging. Sie hatten mich wieder abgefangen und mich gewürgt und fest am Arm gepackt. Ganz genau verstanden, warum sie das taten wusste ich nicht. Ich wusste nur, dass es war mit meinem Testergebnis zu tun hatte. Woher sie das wussten, wusste ich auch nicht.
Ich war eine Kämpferin und war deswegen auch nach meiner Initiation eine der besten des Jahrgangs. Das rief ich mir wieder ins Gedächtnis als ich vor dem Spiegel stand und den Abdruck der Hand an meinem Hals und meinem Arm ansah. Sie waren über Nacht also nicht verschwunden, also musste ich hoffen, dass mich einfach niemand drauf ansprach. Diese Vollidioten von Ken. Am liebsten würde ich sie umbringen, doch dazu fehlte mir leider die Kraft, da sie ja immer in einer Gruppe kamen. Ich band mir einen Zopf und zog mir meine schwarze Jacke über um den blauen Abdruck und meine Narben an den Armen zu verstecken, zudem band ich mir heute ein schwarzes Halstuch um, auch wenn das ziemlich... wie sollte ich es formulieren, bedeppert aussah. Ich sah noch einmal in den Spiegel und fragte mich, wie seit meiner Kindheit so oft, wer ich eigentlich war, doch diese Frage blieb, wie immer, ungeklärt. Ich verließ nun das Zimmer und machte mich auf den Weg zum Frühstück. Da heute ein freier Tag war für viele, war es ziemlich leer beim Frühstück und ich setzte mich alleine an einen Tisch und aß, wie jeden Morgen, nur einen Apfel und trank ein Glas Wasser.
Ich starrte einfach auf den Apfel in meiner Hand und ging im Kopf schon einmal mein Training, welches ich für nach dem Früchstück plante, im Kopf durch, doch eine sehr bekannte Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Max. Ich sah ihn an und lächelte. Er hatte sich schon öfter mit mir unterhalten wegen meiner Leistung beim Abschluss. „Melody, kommst du mal mit? Ich habe einen Vorschlag für dich“, sagte er dann zu mir mit einem freundlichen Lächeln auf dem Gesicht. Ich ging sofort auf sein Angebot ein und folgte ihm in sein Zimmer, wo er mir einen Umschlag gab, der an Damon adressiert war. Damon. Oh man. Ich hatte noch nie mit ihm geredet und unglaublichem Respekt vor ihm. Max fragte mich gleich warum ich das Halstuch trug, doch ich sagte nur, dass es Abwechslung sein sollte und er zuckte mit den Schultern. „Das ist eine Empfehlung an Damon für seine Elite der Ferox. Er hat zwar aus deinem Jahrgang schon welche aufgenommen, aber ich finde mit deiner Leistung gehörst du auch zur Elite, was als Frau nicht selbstverständlich ist. Du weißt, dass ich wirklich stolz auf deine Entwicklung hier bin.“ Ich nickte und lächelte. Ich verstand mich gut mit Max. „Ja, das weiß ich, aber bist du sicher, dass ich gut genug dafür bin?“, fragte ich dann nach und er nickte sofort. „Ja, ich bin sehr überzeugt davon. Ich habe dir den Umschlag jetzt gegeben, wenn du es versuchen willst, dann solltest du ihn Damon bringen, wenn nicht... dann eben nicht“, erklärte er mir und grinste danach. Ich nickte nachdenklich. „Danke Max“, erwiderte ich und ging dann, starrte den Umschlag an.
Ich ging in den Waschraum und sah dort in den Spiegel, sah mich wieder an. Eigentlich tat ich das nicht gerne, aber ich hoffte, dass es mir irgendwann die Antwort auf meine Frage gab. Wer bin ich?, flog sie wieder durch meinen Kopf. Mein Blick senkte sich auf den Umschlag und meine Überzeugung stieg. Vielleicht war das meine Aufgabe. Ich nickte und machte mich dann auf den Weg zu Damons Zimmer, wo Max meinte, dass er gerade war. Vor der Tür blieb ich kurz zweifelnd und verunsichert stehen, immerhin war Damon einer der Anführer und älter als ich. Der Respekt vor ihm ließ mich kurz innehalten, doch dann klopfte ich an und trat ein als er es mir anwies. Ich schließe die Tür hinter mir und sehe ihn an. Er wirkte sehr autoritär auf mich. „Ich bin mit einer Empfehlung von Max hier, für deine Elite“, sagte ich dann etwas verunsichert und trat auf den Anführer zu, reichte ihm den Umschlag in meiner Hand und wartete auf eine Reaktion. Würde er positiv oder negativ reagieren? Immerhin war ich eine Frau und Max meinte ja, dass es davon in der Elite nicht so viele gab. Ich rieb mir meine Arme. Eine doofe Angewohnheit, da meine Narben bei Nervosität immer zu jucken begannen. „Ich würde gerne in die Elite der Ferox aufgenommen werden“, erklärte ich dann noch und atmete tief durch. Ruhig bleiben Mel, forderte ich mich auf und lächelte dann etwas entspannter.
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BeitragThema: Re: Damon und Melody   Sa Nov 08, 2014 2:25 am

Es war die richtige Entscheidung nach dem ableben meines Vaters die Ferox-Elite, oder wie ich sie jetzt betitelte „Root“ zu übernehmen. Es lies mich vergessen, dass ich nun mit gerade einmal 26 Jahren Vollwaise war. Meine Mutter ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen…, Ja klar wer‘s glaubt. Ich wusste alles über die Hintergründe Ihrer Ermordung und werde in naher Zukunft schon noch meine Gelegenheit bekommen Rache auszuüben.“We can be both of God and the devil. Since we're trying to raise the dead against the stream of time...“,sprach ich leise eines meiner Lieblingszitate vor mir her. Und ich würde wie der Teufel wüten, dessen war ich mir absolut sicher. Aber genug für heute mit meiner melancholischen Stimmung. Ich hatte schließlich bald Feierabend und Zack und Gray werden hier eintreffen um mich abzuholen, Sie erzählten etwas von einer, wie betitelte es Gray noch gleich, „voll krassen Houseparty“.  Ich seufzte etwas genervt auf, dass würde mit Sicherheit wieder eskalieren. Ich wollte gerade meine Sachen packen, da klopfte  es leise an meiner Tür. Herrgott wer störte mich so kurz vor Feierabend noch?! Ich hoffte, dass es wichtig war, ansonsten konnte der oder – diejenige sich gleich einsargen lassen.  Leicht genervt bat ich die Person herein, doch die Tür öffnete sich nicht. Ich wollte gerade ansetzen etwas deutlicher zu werden, da betrat eine zierliche weibliche Person mein Büro.  Es war Melody Nolan. Woher ich das wusste? Ich habe mir vor ein paar Tagen bereits zwei Initianten aus ihrem Jahrgang für eine Ausbildung zur Root ausgesucht.  Ihre Leistung waren dehnen der beiden Auserwählten ebenbürtig, dennoch entschied ich mich bewusst gegen Sie. Der Grund hierfür war nicht von der Hand zu weisen, allein ihr auftreten, wie ein verschüchtertes junges Mädchen, dass selbst nicht genau wusste, was sie eigentlich hier wollte.“Ich bin mit einer Empfehlung von Max hier, für deine Elite“, sprach sie mich ziemlich verunsichert an und übergab mir ein schreiben, welches augenscheinlich von Max stammte. Hatte sie mich da gerade wirklich geduzt? Zugegebener Maßen sie war wirklich eine hübsche junge Frau. Hmm..,wobei  wohl eher ziemlich süß immerhin war sie gerade mal zarte 17 Jahre und so verängstigt, wie sie mich gerade ansah, glich sie einem Kind. Ich seufzte innerlich auf, dieses eine Mal beließ ich es dabei, vermutlich war sie einfach nur verdammt nervös, immerhin hatte ich vermutlich sogar einen höheren Stellenwert als Max, zumindest inoffiziell und sie sprach heute zum ersten Mal mit mir. Anscheinend schien sie sich etwas beruhigt zu haben, denn sie schien fortfahren zu wollen, diesmal wohl mit etwas geheucheltem Selbstbewusstsein in der Stimme. „Ich würde gerne in die Elite der Ferox aufgenommen werden“, sprach sie weniger zögerlich. Ich betrachtete sie einen Augenblick bedacht ihr einen möglichst schneidenden Blick zuzuwerfen. „Sehe ich, dass steht in diesem, für mich wertlosem Schreiben. Du weißt schon, dass ich bereits zwei Leute aus deinem Jahrgang beordert habe?“, gab ich ihr mit einem leicht zynischen Unterton zu verstehen. Ihre Miene schien gerade an Ausdrucksstärke zu verlieren, sie wirkte in diesem Moment wie eine leblose Puppe, hatte ich es  eventuell ein wenig übertrieben. Manchmal konnte ich schon ein echtes Arschloch sein, ich verzog für einen kurzen Moment meine Mundwinkel zu einem spöttischen Grinsen. „Hör mir jetzt zu, denn ich werde dir das hier genau einmal sagen. Du sollst deine Chance erhalten, du wirst in zwei Tagen gegen Allister antreten, solltest du wiedererwarten den Kampf für dich entscheiden, wirst du seinen Platz einnehmen, wenn du verlierst, ist dieses Thema sofort beendet und du wirst keine weitere Chance erhalten, egal was der gute Max für große Stücke auf dich hält.“ Ich war wirklich ein bisschen in Rage, immerhin hatte Max mit diesem Brief ein wenig meine Autorität untergraben, in dem er sich gegen  meine Entscheidung stellte. Was dachte sich dieser unfähige, fette und obendrein äußerst inkompetente Wurm eigentlich dabei.  Dass ich Max nicht besonders leiden konnte, war kein großes Geheimnis, aber vorerst musste ich mich mit ihm arrangieren, fragte sich nur wie lange noch. Ich schaute wieder zu der kleinen Nolan, die offenkundig verstanden hatte, was von ihr verlangt wurde. „Du kannst jetzt gehen, ich habe noch etwas zu erledigen, ich erwarte dich in zwei  Tagen in der  Roottrainingshalle komm nicht zu spät“. Diesmal verabschiedete  sie sich förmlich und deutlich selbstbewusster als bei der Begrüßung, dass kann ja heiter werden. Ich seufzte erleichtert aus, als sie mein Büro verlasse hatte. Immerhin musste ich jetzt noch auf eine absolut epische Houseparty, ich hoffte mittlerweile, dass Gray recht mit seiner Aussage behielt, ob Melody wohl auch dabei sein wird? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, immerhin sollen wohl ziemlich viele Personen anwesend sein. Wieso interessiert mich das überhaupt, kann mir doch egal sein, heute wird richtig gefeiert.Ich setzte mein, bei den Frauen so beliebtes Damon grinsen auf und wartete auf Zack und Gray.
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BeitragThema: Re: Damon und Melody   So Nov 09, 2014 1:05 pm

Schon als ich auf dem Weg zu Damons Zimmer war nahm ich mir vor danach unbedingt noch zu trainieren. Egal ob Damon mir eine Chance gab oder nicht. Ich wollte weiterkommen, wollte mich immer weiter verbessern. Ich hatte einfach seitdem ich bei den Ferox war meinen Drang zum Stärker Werden weiterentwickelt und ausgebaut. Als ich hierherkam hätte niemand gedacht, dass ich es wirklich so weit schaffte. Ich selber am wenigsten. Den Anschluss hatte ich nie wirklich gefunden und ich hatte immer Probleme mich mit den anderen anzufreunden und das änderte sich allmählich erst, obwohl ich meistens immer noch ziemlich distanziert war. Ich war freundlich ja, das hatte ich mir nie abgewöhnt. Das kam daher, dass ich mir als kleines Kind geschworen hatte, nie ein solch gewalttätiges und brutales Leben zu führen, wie mein Vater, denn es war einsam und Liebe gab es in so einem Leben auch nicht, nur vorgespielte Sympathie. Mein Ehrgeiz war um einiges gewachsen, worüber ich sehr froh war, denn durch das Training konnte ich mich ablenken und abreagieren. Es war ein guter Ausgleich zum Leben. Zudem war ich durch den Erfolg selbstbewusster geworden, zumindest etwas. Anderen gegenüber, höher Gestellten, war ich immer noch sehr zurückhaltend, aber das lag an dem Respekt vor ihnen, nicht daran, dass ich nicht an mich selber glaubte oder Sonstiges. Ich wusste, dass ich alles schaffen konnte, wenn ich nur wollte und selber daran glaubte. Natürlich gab es noch Niederschläge, zum Beispiel die Konflikte mit den ehemaligen Ken, die wohl nie verschwanden, aber ich hatte gelernt anders und auch besser mit diesen schweren Situationen umzugehen.
Dadurch dass ich so in Gedanken versunken war, klopfte ich zwar an der Tür, bemerkte aber erst mit etwas Verzögerung, dass Damon mich schon reingebeten hatte. Ich atmete noch einmal tief durch und trat dann ein, erklärte mein Anliegen, was mich zu ihm getrieben hatte. Ich wusste, dass schon zwei Jungen aus meinem Jahrgang in die Root-Einheit aufgenommen wurden, trotzdem wagte ich es Damon das Schreiben zu geben. Versuchen konnte man es ja mal. Damons Blick auf das Schreiben zeigte mir, dass er nicht sehr begeistert davon war, dass Max sich die Erlaubnis genommen hatte, Leute für die Elite vorzuschlagen. Mir war klar, dass ich mehr Sicherheit zeigen musste, weswegen ich meine Stimme auch bei meiner Aussage festigte. Damons Blick darauf ließ mich innerlich zusammenzucken, doch ich ließ mir bewusst nichts anmerken und hielt seinem Blick stand, blieb auch bei seiner folgenden Aussage ruhig. Ich musste vor ihm keine Angst haben, denn es musste schon einen Grund haben, dass er Anführer war. Vielleicht sollte ich ihm meinen Respekt zeigen? „Ich weiß, Sir. Ich wäre für eine Chance trotzdem sehr dankbar“, sagte ich dann, nach kurzer Verunsicherung, wieder sicherer. Sein Grinsen entfiel mir nicht, doch er konnte machen, was er wollte. Diese boshafte Tour kaufte ich ihm irgendwie nicht ab, weil ich nicht glauben wollte, dass ich zwei von den Anführern nicht leiden konnte. Als er mich drauf hinwies, dass er nur einmal sagen würde, was er mir dann erklärte, nickte ich gehorsam und hörte ihm aufmerksam zu. Allister? Das würde ein harter Kampf werden, denn ich wusste, wie gut er war, trotzdem nickte ich. „Ich werde mein Bestes geben. Das tue ich immer“, erwiderte ich nur, denn viel sollte ich nicht reden, vermutlich würde ihn das nur verärgern, da er anfangs schon ziemlich gereizt schien.
Ich blieb noch stehen, bis Damon mir dann anwies zu gehen, weswegen ich nickte und mich nun deutlich höflicher und förmlicher verabschiedete, wie ich ihn begrüßt hatte. Zudem hatte ich mein Selbstbewusstsein nun wiedergefunden. Ich sah ihn noch kurz an, dann wandte ich mich ab, öffnete die Tür und verließ den Raum, bevor ich die Tür wieder schloss. Jetzt hatte ich noch einen Grund mehr zu trainieren, hatte es auch nötig. Allister. Er war einer der härtesten Gegner, den Damon mir hätte geben können. Ich sollte mir seinen Platz erkämpfen. Das würde wirklich schwer werden, doch ich wollte es unbedingt schaffen. Vermutlich wollte Allister seinen Platz aber auch behalten.
Ich war noch total in Gedanken als ich in mein Zimmer ging. Ich wollte mich nur schnell umziehen und dann in die Trainingshalle gehen, doch die Planung hatte ich ohne die anderen Mädchen gemacht, denen ich gerade über den Weg lief. Sie waren aus meinem Jahrgang und dem davor, aber ich kannte sie. Sie hatten mich schon öfter mit auf irgendwelche Partys mitgeschleppt und auch heute hielten sie mich auf. „Hey Melody. Du kommst doch sicher wieder mit auf die Party heute oder?“, fragte mich eine Freundin von mir. Ich seufzte, doch da hatte sie mich schon am Handgelenk gepackt und gab mir so auch gar keine Möglichkeit zu antworten. „Aber nicht zu lange. Ich muss noch trainieren“, erwiderte ich nur, weswegen die anderen lachten. „Jetzt vergiss das Training doch mal für einen Tag oder eher einen Abend“, meinten sie. Ich entschied mich einfach nichts mehr zu sagen und zog mich dann schnell um. Damit gaben sich die anderen Ferox aber nicht zufrieden, wie eigentlich jedes mal. Sie machten mir noch meine Haare, wobei ich einfach still hielt, denn ich wusste, dass es keinen Sinn machte sich zu wehren.
Als sie endlich fertig waren gingen wir dann zusammen los zu der Party. Es war wirklich eine große coole Houseparty, wenn man an so etwas Interesse hatte. Während die anderen Ferox-Mädchen tanzen gingen, setzte ich mich an die Bar und bestellte mir einen Drink, doch lange blieb ich nicht alleine. „Hey junge Dame. Ich bin Gray“, sagte dann eine Stimme und ich lächelte, sah den Ferox an. „Hey. Ich bin Melody“, erklärte ich dann aus Höflichkeit. Gray lud mich gleich auf einen weiteren Drink ein. Wir unterhielten uns über meine Initiation und das Training, wobei es natürlich auch nicht bei dem einen Drink blieb. Der Alkohol machte mich etwas offener und selbstbewusster, doch ich wusste es zu kontrollieren. Ich ließ es mir sogar gefallen, dass Gray seine Hand auf meinen Schoß legte. Diese Masche, die er vermutlich bei jedem Mädchen abzog, hatte ich allerdings schon ganz am Anfang durchschaut. Er zog mich nun an sich und wollte mich küssen, doch ich legte meinen Finger über seine Lippen und schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht die Art von Mädchen, die auf diese Masche reinfällt. Tut mir leid. Trotzdem danke für die Drinks“, erklärte ich und konnte mir dieses freche Grinsen nicht verkneifen, stand auf und sah mich um. Da entdeckte ich Damon und bestellte zwei Scotch. Hoffentlich griff ich damit richtig. Ich nahm die Gläser und ging zu ihm, reichte ihm eins. „Ich wollte es mal riskieren, ein normales Gespräch anzufangen. Kann ich dich eigentlich duzen oder soll ich beim siezen bleiben, naja, es wohl eher versuchen“, meinte ich dann, kam mir aber etwas bescheuert vor, da das was ich sagte sicherlich nicht sehr überzeugend klang. „Tut mir leid, ich bin nicht gut im Gespräche anfangen. Eigentlich wollte ich jetzt beim Training sein, aber die Mädchen haben mich mitgezogen“, ergänzte ich dann lächelnd, wurde dabei etwas verlegen und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht hinters Ohr. Schon jetzt nach den vier Sätzen fragte ich mich, ob ich nicht zu viel redete. Ich sollte mir einfach nicht zu viele Gedanken machen, dann lief es sicherlich entspannter. Irgendwie bekam ich das schon hin. Ich sah Damon wieder an und lächelte.
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BeitragThema: Re: Damon und Melody   So Nov 16, 2014 3:48 am

„Gray beeil dich mal, du weißt doch Damon wartet nicht gern", seufzte Zack genervt auf. Dass Gray auch jedes Mal zu spät kommen musste, wie er es geschafft hatte Truppleiter zu werden, war ihm teilweise wirklich schleierhaft. „Ich musste mir halt noch meine Haare machen entspann dich mal!“ feixte Zack und rollte mit den Augen. Eigentlich waren die beiden wirklich gut miteinander befreundet und gingen durch Dick und Dünn, aber bei den banalsten Dingen gingen Ihre Ansichten des Öfteren weit auseinander und sie fingen an zu streiten. Sie liefen weiter den Korridor entlang doch kurz bevor  Zack und Gray das Büro ihres Chefs erreichten wurde überraschenderweise die Tür aufgerissen und ein selbstzufrieden grinsender  Damon kam hervor. „Ihr seid zu spät, wie immer, wenn ihr mich abholen sollt, lasst mich raten Gray stand wieder zu lange vorm Spiegel?“Ich bekam seitens Gray nur ein vielsagendes schnauben zu hören, währenddessen Zack sich einem exzessiven Lachkrampf hingab. „Da liegst du vollkommen richtig Bro ich musste mal wieder vor seiner Haustür warten“ Gray und Zack gehörten zu den wenigen Menschen, die mit Damon unbeschwert umgehen konnten, da sie sich privat seit der Geburt kannten. Sie waren schon immer unzertrennlich gewesen, weswegen es auch weniger verwunderlich war, dass gerade diese beiden Querköpfe es geschafft hatten ihre eigenen Elitetrupps anzuführen. Jahrelang wurden sie von Matt zusammen ausgebildet. Lediglich Damon war immer besser und effizienter, ansonsten standen die beiden ihm aber in nichts nach. „Ihr wisst schon, dass  da dutzende hübsche Weiber anwesend sein werden, die nur  darauf warten eines meiner Betthäschen zu werden“, erwiderte Gray mit einem lüsternen Blick. „Nicht jeder nutzt seinen Status als Truppführer aus um Frauen ins Bett zu lotsen, außerdem werden die sowieso damit beschäftig sein Damon sabbernd anzugaffen.“Zack klopfte Damon, bei seiner Ansage, mit einem grinsen im Gesicht auf die Schulter. Sie hatten schon recht ich war bei nahezu allen Feroxfrauen heiß begehrt und umworben. Manchmal wurde das schon regelrecht penetrant und aufdringlich, aber was soll man machen, ich konnte mir schlimmeres vorstellen. Außerdem hatte ich nicht viel übrig für oberflächliche Tussis. Gut es waren bestimmt nicht alle so oberflächlich, aber die meisten wollten  mich wohl  als  Prestigeobjekt zum vorzeigen und protzen, als ob ich ne Damenhandtasche wäre. Ich schloss kurz meine Augen und seufzte desinteressiert auf „Jungs ist doch egal jetzt lasst uns lieber los, wir müssen noch die erlesenden Scotchflaschen für die Feier aus dem Lager holen und ich wollte mich nochmal umziehen, habe schließlich nicht vor da im Arbeitsoutfitt anzutanzen.“ Die Beiden beließen es dabei und wir konnten endlich aufbrechen und die letzten Vorbereitungen treffen. Ich entschied mich, neben meiner schwarzen Jeans und Lederjacke für ein weißes eng anliegendes Longsleeve, meine Haare lies ich wie immer der „Bad Boy Look“ war authentisch, damonhaft eben, wieso also etwas  neues ausprobieren. Auf der Party angekommen herrschte bereits reges treiben, Gray hatte nicht übertrieben, hier war echt richtig was los. Wir begaben uns schnellst möglich zur provisorisch errichteten  Bar um den Whiskey abzuliefern, vermutlich waren Zack und ich eh die einzigen, die einen guten Whiskey zu  schätzen wussten und ihn so tranken, wie es sich gehörte. Die Party nahm ab jetzt den üblichen Verlauf. Während Zack mir dabei half, die ganzen aufdringlichen Tussis irgendwie loszuwerden, hatte Gray sich bereits aus dem Staub gemacht und war auf seiner „Frauensafari“ unterwegs. Der Junge hatte wirklich abseits seiner Arbeit nichts anderes im Kopf als mit möglichst vielen schönen Frauen zu schlafen. Aber jedem das seine, wenn die ganzen Weiber sich darauf einließen, waren sie ja selbst schuld. Nachdem wir uns einigermaßen der ganzen Weiber entledigt hatten,  konnten wir uns endlich wieder zur Bar begeben, wir brauchten dringend einen guten…. Ich konnte meinen Gedanken nicht zu Ende fassen, da Zack mich unterbrach. „Sieh mal anscheinend hat Gray es wieder geschafft“ Ich sah auf und entdeckte Gray wie er sich angeregt mit einer jungen Frau unterhielt. Momentmal das war doch Melody , das schüchterne  Ding, welches heute in meinem Büro war, wegen der Aufnahme in meine Root. Ich war ein wenig verärgert, immerhin war sie gerade mal 17 Jahre alt, gut zugegeben sie war wirklich eine Schönheit  und wirkte so zurechtgemacht deutlich reifer, aber Gray sollte eigentlich wissen, wo die Grenzen waren. Warum war Sie überhaupt hier, hatte sie sich nicht auf ihren anstehenden Kampf vorzubereiten? Ich wollte mich gerade in Bewegung setzen, um das ganze zu unterbinden, scheiß Verantwortungsbewusstsein, ist doch nicht mein Bier, wenn sie sich von ihm flachlegen ließ, da versuchte Gray bereits sie zu küssen. Doch zu meiner Verwunderung lag sie ihm lediglich einen Finger auf die Lippen und grinste frech,  scheinbar bekam Gray gerade einen Korb und irgendwie musste ich zufrieden grinsen, es kam nicht oft vor, dass seine Masche nicht auch zu dem gewünschten Ergebnis führte. Sie erhob sich und lies Gray buchstäblich im Regen stehen, dass war Taff. „Er hat es wohl doch nicht geschaft, was“ antwortete ich selbstgefällig.  Meine Gefühlsregung war Zack dabei  nicht entgangen, aber er beließ es dabei und hackte nicht weiter nach. So wie es aussah suchte sie irgendjemanden als ihr Blick den meinen kreuzte musste sie mich entdeckt haben, sie begab sich zum Tresen und orderte anscheinend  einen Drink. Ich musste mich korrigieren es waren in der Tat zwei Scotch die sie entgegen nahm und sich entschlossenen Schrittes in meine Richtung begab.  Ich blickte kurz zu Zack und gab ihm zu verstehen, dass er sich aus dem Staub machen sollte, eine Frau, die mir einen Scotch brachte, sie hatte vermutlich einfach nur Glück, woher sollte sie wissen, dass ich ausschließlich, wenn ich Alkohol konsumierte, nur Whiskey trank, war mal was anderes als die ganzen hier anwesenden Fangirlies. Als sie so vor mir Stand, viel mir auf, dass sie gar nicht so klein war, wie ich zuerst annahm, sie war höchstens einen halben Kopf kleiner wie ich. "Ich wollte es mal riskieren, ein normales Gespräch anzufangen. Kann ich dich eigentlich duzen oder soll ich beim siezen bleiben, naja, es wohl eher versuchen“ riss sie mich aus meinen Gedanken und hielt mir den Scotch vor die Nase. „Tut mir leid, ich bin nicht gut im Gespräche anfangen. Eigentlich wollte ich jetzt beim Training sein, aber die Mädchen haben mich mitgezogen“ fügte sie schnell noch hinzu und strich sich verlegen eine Haarsträhne hinter die Ohren. Ob sie gemerkt hatte, dass sie gerade ziemlich schnell und sichtlich nervös viel Text runtergerasselte? Immerhin gab sie mir jetzt ein von Grund auf ehrliches lächeln, sie schien sich also etwas beruhigt zu haben. Zuerst betrachtete ich sie mit meinem typisch kühlen bohrenden Blick , als ich jedoch bemerkte, dass sie kurz zusammenzuckte , entschied ich mich ihr mein Damongrinsen zu schenken, wofür vermutlich alle anwesenden weiblichen Ferox bereit wären zu töten, nur um es einmal wissentlich von mir erhalten zu haben. „Danke für den Drink, hervorragende Wahl, wenn es dich nicht stört, dass du den ganzen Abend den drohenden Blicken der hier anwesenden Frauen ausgesetzt bist, können wir uns  da drüben an den Tisch setzen und uns unterhalten.“erwiederte ich freundlich, wenn auch ein wenig sarkastisch. Für einen Moment schien sie erstaunt zu sein, dass ich anscheinend auch freundlich sein konnte. Ich reichte ihr meine Hand und fügte noch mit einem frechen grinsen hinzu „Für den heutigen Abend reicht Damon“
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BeitragThema: Re: Damon und Melody   So Nov 16, 2014 6:37 pm

Bevor die anderen Mädchen mich nach meinem kurzen Aufenthalt im Bad verschleppten, betrachtete ich mich noch einmal im Spiegel. Meine Arme lagen noch frei, da ich die Jacke kurz ausgezogen hatte. Mein Blick fiel auf meine Narben. Immer und immer wieder würden sie mich daran erinnern, was mir bei den Amite passiert ist, was mich zu den Ferox getrieben hat. Eigentlich war die Formulierung wer mich hier her getrieben hatte passender, immerhin war es ja keine Sache oder ein Zustand. Es war eine Person und es war keine geringere als mein Vater. Wenn ich jetzt hier so stand und mein Spiegelbild betrachtete, fragte ich mich wieder, wie schon so oft, wie ein Vater das machen konnte. Wo war die Liebe? Die Liebe, die eigentlich eine Familie zusammenhielt. Wo war diese Liebe geblieben? Wer hat sie ihm weggenommen? Vielleicht war er ja gar nicht von Anfang an so ein riesen Arsch, vielleicht wurde er zu dem gemacht. Ich hatte ihn nicht nur einmal drauf angesprochen. Es kam mir vor als hätte ich ihn tausende Male drauf angesprochen, doch immer hatte er mich dafür nur bestraft, für mein vorlautes Mundwerk.
Ein leises Seufzen erklang aus meiner Kehle und mein Blick fiel nun in meine verschiedenfarbigen Augen. Grün und Braun, doch wenn es stimmte, was so viele sagten, dass die Augen das Tor zur Seele seien, dann würden sie beide die gleiche Geschichte erzählen. Vielleicht war dieser Mythos der Grund, dass ich nicht vielen Leuten in die Augen sah und sonst den Blick immer ziemlich gesenkt hielt. Ob das wohl wirklich wahr war? Konnten die Augen eines Menschen seine Geschichte erzählen? Was sagten meine Augen über mich? Sie hatten zwei verschiedene Farben. Das war merkwürdig und nicht normal, doch was hatte mein Bruder immer gesagt als ich mit ihm darüber geredet hatte: „Normal ist ja auch langweilig“. Bei der Erinnerung musste ich grinsen. Mein Blick wandte sich allerdings nun wieder zu den blauen Flecken an meinem Hals. Wut stieg in mir auf. Wie ich diese ehemaligen Ken hasste. Ich band mir das Halstuch wieder um und seufzte.
Da klopfte es an der Tür. „Mel, jetzt komm. Wir verpassen sonst doch alles“, rief Amy mir durch die geschlossene Tür zu. Das riss mich aus den eben noch sehr gefühlschaosartigen Gedanken und ich bewegte mich zur Tür, nachdem ich mir meine Jacke wieder übergezogen hatte, legte meine Hand auf die Türklinke und öffnete sie, lächelte die Mädchen an. „Tut mir leid. Ich bin ja fertig“, meinte ich nur und grinste sie an. Wie gut, dass mir bei den Amite gelehrt wurde, wie man auf perfekte Weise freundlich und glücklich wirken konnte, auch wenn man es innerlich nicht war.
Wir gingen dann alle zusammen zu der Party, wo ich dann ja auf den Ferox stieß. Gray. Genau. Es war schon irgendwie mehr als offensichtlich, was er eigentlich mit mir vor hatte, doch ich war gerade in Spiellaune, also ging ich darauf ein, zumindest bis zu einem gewissen Grad, doch das wusste Gray ja nicht. Er wollte mich ausnutzen, doch im Nachhinein nutzte ich ihn ja nun aus, um gegen meine Langeweile anzukommen, außerdem führte dies dazu, dass ich die Drinks um sonst bekam, also konnte ich mich nun wirklich nicht beschweren, besonders da ich die Blicke meiner Freundinnen bemerkte. Sie waren richtig eifersüchtig, weil ich Anschluss fand und sie nur mit sich selber tanzten. Das ließ mich leicht schmunzeln, doch danach konzentrierte ich mich wieder auf das Gespräch mit Gray. Ich hätte eindeutig lieber trainieren gehen sollen, aber nein, die Mädchen wollten mich ja nicht lassen. Dann kam der Augenblick auf den ich in dem Gespräch am meisten gewartet hatte. Der Moment in dem er versuchte mich zu küssen und ich ihm eiskalt eine Abfuhr gab. Irgendwer musste Gray doch mal zeigen, dass er nicht jede haben konnte nur durch seinen hohen Status, den wir gerade besprochen hatten. Ich fand das mein Finger eindeutig besser zu Grays wohlgeformten Lippen passte als die meinen. Gray war nett und charmant, aber er schien das ja nur zu tun, um andere ins Bett zu bekommen, also ging ich nun auch.
Als ich mich dann vom Tresen aus in die Richtung von Damon begab, schickte dieser seinen Freund schon weg. Ich konnte mir das leichte Grinsen nicht verkneifen und musste feststellen, dass das bisschen Alkohol in meinem Blut nicht schlecht war, um neue Bekanntschaften zu machen, da ich mich so nicht von meiner Unsicherheit leiten ließ. Ich fragte mich, ob ich mit dem Scotch ins Schwarze getroffen hatte oder komplett daneben, doch ich würde es gleich sicher erfahren, denn ich vermutete, dass Damon ziemlich direkt war. Trotzdem wagte ich es und reichte ihm den Drink, fing auch an zu reden, wobei mir allerdings auffiel, dass ich zu schnell und zu viel auf einmal sagte, weswegen ich verlegen wurde. Mir war das peinlich, dass ich mich nicht normal unterhalten konnte, weil ich so nervös war, doch ich legte es nun ab und lächelte ihn an. Ich hatte das Gefühl, dass er das ehrliche Lächeln verdient hatte, welches oftmals tief in mir versteckt blieb. Sein ziemlich kühler Blick ließ mich allerdings zusammenzucken und verunsicherte mich. Das machte er doch extra nur damit sein Grinsen jetzt einen so brillanten Eindruck machte. War das der Blick, von dem die Mädchen vorhin gesprochen hatten? Der, den alle einmal nur für sich haben wollten? Ich lächelte wieder entspannt, denn nun hatte ich was, was sie nicht hatten. Sein Grinsen.
Bei seiner Aussage lachte ich leicht, schüttelte den Kopf. „Ich kann doch kein Gespräch mit dir ausschlagen, außerdem bin ich die bösen Blicke gewohnt. Ich schaffe das schon und notfalls, hab ich ja dich bei mir“, meinte ich dann und zwinkerte ihm leicht zu, auch wenn ich im ersten Moment überrascht über seine Freundlichkeit war. Ich legte meine Hand in seine und ging dann mit ihm zu dem Tisch, den er vorhin meinte, setzte mich und sah ihn dann an. Wie fing ich jetzt ein vernünftiges Gespräch an? „Wärst du über einen dieser gemischten Cocktails erfreuter gewesen oder habe ich mit dem Scotch genau ins Schwarze getroffen? Ich trinke selten Alkohol, aber ich mag Scotch“, erklärte ich dann und starrte auf den Drink in meiner Hand, nahm einen Schluck. Sollte ich auch fragen zu seiner Vergangenheit stellen? Bei manchen konnte man da echt in ein Fettnäpfchen treten, so wie bei mir. Naja, was konnte schon passieren. Er würde mich schon nicht verjagen, nur weil ich aus versehen das falsche Thema anfing.
„Wenn ich fragen darf. Wie bist du eigentlich zu den Ferox gekommen?“, fragte ich dann einfach gerade heraus und lächelte ihn dabei an, hoffte, dass er auf das Gespräch einging, denn sonst musste ich mir was neues ausdenken. „Vielleicht kannst du mir ja ein wenig über deine Root Einheit erzählen“, füge ich noch hinzu und sah ihm dann tief in die Augen. Meine Scheu war von mir gefallen, die ich anfangs hatte, weil er ja über mir stand, aber das war in dem Moment egal, denn ich saß hier mit ihm, durfte ihn duzen. Er hatte das Gespräch ja erlaubt, also war es okey und durch seine charmante Art war es auch nicht schwer meine Schüchternheit abzulegen und mein Selbstbewusstsein zu zeigen. Ich fing an ihn zu mögen.
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BeitragThema: Re: Damon und Melody   Sa Nov 22, 2014 3:06 am

„Ich kann doch kein Gespräch mit dir ausschlagen, außerdem bin ich die bösen Blicke gewohnt. Ich schaffe das schon und notfalls, hab ich ja dich bei mir“ gab sie mir als Antwort und zwinkerte mir leicht verführerisch zu, ob das nun sarkastisch gemeint war, oder sie einfach zu viel getrunken hatte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie gab mir Ihre zierliche Hand und wir begaben uns zu dem von mir ausgesuchten Tisch.  Ich entschied mich heute mal den Gentleman zu mimen, irgendwie fand ich das gerade jetzt  angebracht und zog den Stuhl für sie zurück, damit sie sich setzen konnte. „Wärst du über einen dieser gemischten Cocktails erfreuter gewesen oder habe ich mit dem Scotch genau ins Schwarze getroffen? Ich trinke selten Alkohol, aber ich mag Scotch“, begann sie unser Gespräch mit einer eher banalen Frage. „Ich trinke ausschließlich Whiskey vorzugsweise Scotch, selbstverständlich ohne Eis nicht so wie die ganzen unwissenden hier. Das hier ist übrigens meiner, den haben Zack, Gray und ich vorhin hergebracht, so gesehen ein absoluter Volltreffer du hättest keine bessere Wahl treffen können“, gab ich ihr mit einem frechen, spitzbübischen Lächeln zu verstehen. Allgemein war ich ziemlich überrascht darüber, es gab nicht viele Personen die einen guten Scotch zu schätzen wussten, gerade Frauen tranken sowas eigentlich grundsätzlich nicht. Weiter konnte ich jedoch nicht darüber nachdenken, da kam schon ihre nächste Frage, Sie wirkte gar nicht mehr verschüchtert, dass stand ihr deutlich besser, wie ich fand. „Wenn ich fragen darf. Wie bist du eigentlich zu den Ferox gekommen? Vielleicht kannst du mir ja ein wenig über deine Root Einheit erzählen“, das waren zwei direkte Fragen gewesen, nur was sollte ich darauf erwidern?  Ich würde ihr jetzt bestimmt nicht meine ganze Lebensgeschichte erzählen. Naja ich beschloss einfach mich auf das Wesentliche zu beschränken. „Du müsstest meinen Vater noch kennen gelernt haben, ich bin der Sohn von Matt Sears dem ehemaligen Anführer der Ferox-Elite. Er hat die Ansprache nach eurer erfolgreichen Initiation abgehalten. Ich bin so gesehen schon mein ganzes Leben hier. Ein gebürtiger Ferox, der in keine größeren Fußstapfen hätte reingeboren werden können.“ begann ich mit einem bitteren Unterton ruhig Ihre Fragen zu beantworten. Ich erzählte ihr, auch wenn sie es vermutlich mitbekommen hatte, dass mein Vater vor knapp 6 Monaten an einem plötzlichen Herzinfarkt starb. Somit hatte ich kurzer Hand die Elite übernommen, das wäre so oder so in absehbarer Zeit passiert, da ich meinen alten Herren bereits übertroffen hatte und ich unangefochten die einzige Alternative war diese Truppe führen zu können. Ich änderte geringfügig die Strukturen somit hieß die Einheit nicht mehr “Ferox-Elite“ sondern „Root“ außerdem  hatte ich die mir untergeordneten 40 Mann in genau zwei Trupps unterteilt. Diese wiederum wurden von zwei Truppführern geleitet, die sie ja auch schon kurz kennengelernt hatte. Als Gray’s Name fiel musste sie grinsen, vermutlich wegen der Aktion von vorhin, wo sie ihm eine deftige Abfuhr erteilt hatte. Ich musste mir eingestehen, dass war Taff und imponierte mir irgendwie. Nachdem  Ich meine Erklärung über  meinem Vater und der Einheit beendet hatte, wirkte sie sehr bedrückt und biss sich auf die Lippe, vermutlich war ihr das unangenehm, dass sie so offensichtlich in ein Fettnäpfchen getreten war. „Mach dir keinen Kopf, ich komme damit klar, mein Dad hätte mir vermutlich den Arsch aufgerissen wenn ich jetzt deswegen anfange Sentimental zu werden. Also lassen wir das Thema ok?“ gab ich ihr mit einem doch deutlich weniger bitteren  Lächeln zu verstehen. Sie sollte sich keine Sorgen darüber machen, ob mir das Nahe ging oder nicht. Dennoch ich war ein Ferox-Anführer, vermutlich der mit der höchsten Autorität, da konnte ich es mir schlichtweg einfach nicht leisten große Trauergefühle zuzulassen. Ich entschied mich, nachdem ich doch für meine Verhältnisse relativ viel von mir Preis gegeben hatte, auch ein paar Fragen zu stellen. „Was hat dich zu den Ferox verschlagen? Ich meine verstehe mich nicht falsch du bist durchaus talentiert, aber was treibt ein so freundliches, liebes Mädchen zu uns eher gewaltbereiten Menschen?“Sie warf mir einen undefinierbaren Blick zu. Hatte ich sie vielleicht mit der Frage gekränkt oder bildete ich mir das gerade nur ein. Sie wollte gerade ansetzen mir etwas zu sagen, da musste ich sie leider schon wieder unterbrechen. „Sag mal, die beiden jungen Damen dahinten,  die mit den heruntergelassenen Kinnladen, gehören die zu dir? Die schauen hier schon eine ganze Weile ungläubig her, willst du sie nicht kurz zu uns bitten, damit sie sich vorstellen? ich mein die werden sonst noch in eine Schockstarre verfallen, wenn das so weiter geht.“ Ein selbstgefälliges amüsiertes Lächeln konnte ich beim besten Willen nicht verbergen, wusste ich doch ganz genau, warum die beiden hier so schockiert hinstarrten.  Das würde sicher noch ein unglaublich interessanter Abend werden, dessen war ich mir sicher.


Zuletzt von Damon Sears am Do Nov 27, 2014 2:11 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Damon und Melody   Mi Nov 26, 2014 8:17 pm

Vermutlich konnte er die Überraschung in meinem Blick sehen als er mir doch tatsächlich den Stuhl zurückzog damit ich mich setzen konnte. Ich hätte viel von dem ach so perfekten Damon, wie die anderen Mädchen immer sagten, die immer so sehr von ihm schwärmten, erwartet, aber nicht, dass er sich verhielt wie ein Gentleman, doch irgendwie gefiel es mir in dem Moment sehr und ich hatte eindeutig nichts dagegen, doch darauf einzugehen nach etwas Zögern durch meine Überraschung. Wie erhofft schien ich mit der ersten Frage auf alle Fälle eine sehr allgemeine, aber dennoch für ihn interessante Frage gewählt zu haben, was mich wirklich erleichterte. Ich lauschte seiner Erklärung, grinste bei seinem frechen Lächeln. „Das freut mich, dass ich es geschafft habe und ich muss sagen, es ist eine gute Wahl von dir, Zack und Gray, auch wenn dein einer Kumpel ziemlich merkwürdig ist und mich vermutlich gerade verflucht für mein kleines Spielchen gerade“, erwiderte ich dann grinsend bei dem Gedanken an den kleinen Spaß. Hoffentlich nahm er mir das nicht übel, denn ich wollte mir sicherlich nicht noch mehr Feinde machen, als ich sie eh schon hatte. Dabei musste ich wieder an das Würgemal denken, weswegen ich mein Halstuch wieder etwas fester zog, damit man auch ja nichts sah. Hoffentlich verhielt ich mich nicht zu auffällig, so dass es im Nachhinein genau den entgegengesetzten Effekt ergab und man es erst Recht bemerkte. Ich seufzte innerlich, ließ mir aber nichts anmerken, sondern konzentrierte mich wieder auf unser Gespräch.
Ich stellte ihm auch gleich die nächste Frage, um abzulenken und das schien ja auch zu klappen, zudem war mein Selbstbewusstsein um einiges gestiegen. Das war nicht nur wegen dem Alkohol so, denn mit Leuten, die ich kannte, sprach ich eigentlich immer relativ offen, aber es gab nicht viele, denen ich vertraute. Fing ich wirklich an Damon zu vertrauen? Nein, das konnte nicht sein, denn ich brauchte eher ziemlich lange um anderen zu vertrauen, allerdings ging es um so schneller mein Vertrauen wieder zu verlieren. Ich sah Damon an und nickte immer wieder als er mir seine Geschichte erzählte, um zu zeigen, dass ich verstand und aufpasste. Ich konnte mich an seinen Vater erinnern ja, auch wenn es schon lange her war und er ja auch leider verstorben war. Er hatte innerhalb kurzer Zeit unglaublich viel Verantwortung bekommen, doch das schien ihm nichts auszumachen. Immerhin hatte er Freunde die ihm halfen und als wir erneut auf Grays Namen kamen, konnte ich es mir nicht verkneifen, erneut zu grinsen. Das würde mich wohl die nächsten Monate oder zumindest Tage zum Grinsen bringen. Im Laufe seiner Erzählung fiel mir aber ziemlich auf, dass ich in ein Fettnäpfchen getreten war, weswegen ich auf meiner Lippe kaute und mir unsicher durch die Haare strich. „Tut mir echt leid. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich sicher nicht gefragt“, erklärte ich ihm dann und lächelte dann auch, als er meinte, dass ich mir keinen Kopf machen sollte. Ich nickte. „Wir lassen es“, erwiderte ich nur und sah ihn an, sah kurz auf meinen Drink und nahm einen Schluck, sah dann wieder zu Damon, der ziemlich offen zu sein schien, denn ich hätte nicht gedacht, dass er mir so viel erzählte.
Damit hätte ich natürlich rechnen müssen. Gegenfragen. Ich schluckte schwer und sah kurz auf meinen Drink runter. Was sollte ich ihm erzählen? Ich wollte ihm die Wahrheit sagen, doch das konnte ich nicht. Ich schluckte erneut schwer und sah wieder zu Damon auf, der mich aber unterbrach, als ich gerade anfangen wollte zu sprechen. Sollte ich jetzt über diese Unterbrechung froh sein oder nicht? Trotz seinem unhöflichen Verhalten grinste ich als ich die zwei Mädchen sah, hielt mir die Hand vor den Mund. „Ich glaube die von dir sehr nett gemeinte Hilfe ist schon zu spät. Die sind schon in eine Schockstarre gefallen und nein, die gehören nicht zu mir. Die blonde ist aus meinem Jahrgang, aber die andere ist aus dem Jahrgang vor meinem. Also wenn du mit den beiden flirten willst, dann halte ich dich nicht auf, nur ich bin froh, wenn ich mal Abstand zu den anderen Mädchen habe. Ich habe das Gefühl, dass die meisten von ihnen nur Sex und Männer im Kopf haben... ah und das wichtigste Alkohol. Du hast mich vermutlich auch noch nicht auf solchen Partys gesehen, denn eigentlich bin ich abends immer trainieren“, erklärte ich ihm und lächelte dann, nahm einen weiteren Schluck vom Scotch. Ich räusperte mich und musste daran denken, wie viel er mir von seinem Leben erzählt hatte und dass er mich ja auch gefragt hatte, warum ich zu den Ferox gewechselt war.
Ich holte tief Luft und sah Damon dann wieder an. „Ich schulde dir noch eine Antwort“, fing ich lächelnd an. Wie fing ich am besten an? Was dachte ich eigentlich so viel nach? Ich würde ihm einfach sagen, was mich zu den Ferox verschlagen hatte. „Die Frage ist nicht, was mich hier her geführt hat, sondern eher wer. Es gab bei mir zu hause schon immer familiäre Probleme, besonders mit meinem Vater, naja, und als ich dann die Möglichkeit hatte zu gehen, bin ich gegangen, auch wenn er davon nicht sehr begeistert war. Seit dem bin ich hier. Ich habe mich damals für die Ferox entschieden, weil ich lernen wollte, wie man sich richtig verteidigt und ich wollte anderen helfen, sich auch zu verteidigen..., auch wenn es bei den Ferox auch Probleme gab und ich es nie wirklich geschafft habe meine Amitezüge abzulegen. Vielleicht hast du es mitbekommen, dass ich auch sehr dafür gekämpft habe. Ich habe zusätzliches Training gemacht und meine Freizeit fürs Training geopfert, immerhin war ich schwach als ich hier herkam und wie du bemerkst, habe ich mir das viele Training nicht abgewöhnen können. Ich will mich immer weiter entwickeln und stärker werden“, beendete ich meine nicht so ausführliche Erklärung wie seine, doch vielleicht hatte ich ja Glück und er fragte nicht nach, denn ich wusste eh nicht, was ich antworten sollte. Vielleicht konnte er sich auch schon vorstellen, was bei den Amite passiert war. Ich hatte das Gefühl, dass die Zeit wie im Fluge verging, weil ich mich gut mit ihm unterhalten konnte, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob er aufmerksam war, da er schon gerne Frauen hinterhersah. Ich nahm mir auch vor ihm noch einen Drink auszugeben, wenn er noch einen wollte, doch noch hatten wir beide.
Ich spürte den Blick von jemandem auf mir und sah mich kurz um, so dass es unauffällig war. Ich sah die ehemaligen Ken und warf ihnen einen wütenden Blick zu, doch diese lachten und flüsterten nur. Ich wandte mich wieder an Damon. Irgendwann würden sie es bereuen. Irgendwann würde meine Zeit kommen.
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